Verleih-App
RAD Elster.
Eine eigene Anwendung, die den Fahrradverleih komplett ohne Excel-Tabelle und Telefon-Pingpong betreibt: Inventur, Preise, Kalender, Online-Anfrage von der Marketing-Site, automatischer Leihvertrag mit SEPA-QR-Code zum Bezahlen — alles in einer PWA, die der Mitarbeiter im Laden auf dem Handy bedient.
verleih.radelster.deVon der Anfrage bis zur Quittung — in einer Linie.
Der ganze Weg vom Browserfenster eines Kurgastes bis zur PDF-Quittung mit SEPA-QR-Code läuft in sieben Stationen. Keine Excel-Tabelle, kein Mail-Hin-und-Her, keine manuelle Vertragspflege. Der Mitarbeiter im Laden tippt einmal auf „Freigeben" — der Rest geschieht automatisch.
Eine Quelle für
Preise und Bestand.
Vorher: Excel auf einem Rechner im Laden, Whiteboard für den Kalender, Preisliste auf der Webseite per Hand pflegen. Drei Stände, die fast nie zusammenpassten.
Jetzt: Bikes, Größen, Tagespreise, Wochenend-Tarife, Wochen-Tarife und Verfügbarkeit liegen in einer Datenbank. Die App ist die Pflegezentrale, die Marketing-Site liest passiv den Bestand. Wer im Inventar einen Preis ändert, ändert ihn überall.
Die App lebt auf dem Handy.
Im Laden steht kein Bildschirm, an dem jemand wartet — der Mitarbeiter ist zwischen Werkstatt, Verkaufsfläche und Verleih unterwegs. Die App ist deshalb keine Web-Oberfläche, die mobil auch funktioniert, sondern eine PWA, die wie eine native App installiert wird: Home-Icon, Push, offline-fähig, kein Browser-Chrome.
Anfragen
3 neuBelegung
MaiFreigabe
#A-241Ein Vertrag, der sich
selbst bezahlt.
Sobald der Mitarbeiter eine Anfrage freigibt, generiert die App im selben Atemzug zwei PDFs: den Leihvertrag mit allen Mietdaten und die geltenden AGB. Beides geht per Mail an den Kunden. Eingebettet im Vertrag: ein SEPA-Überweisungs-QR-Code mit Empfänger, Betrag und Verwendungszweck — der Kunde scannt mit seiner Banking-App, Zahlung sitzt.
Keine Zahlungsanbieter-Gebühren, keine Online-Payment-Integration, keine Stripe-Conversion-Fees. Eine Überweisung, die in Sekunden anstößt.
Vier Entscheidungen, die wir bewusst anders getroffen haben.
Bei jedem App-Projekt gibt es Stellen, an denen der bequeme Weg nicht der richtige ist. Hier sind die vier, an denen wir gegen die gängige Vorlage entschieden haben — mit klarem Grund.
PWA statt nativer App
Eine native iOS- und Android-App hätte App-Store-Reviews, Update-Zyklen und doppelte Codebases bedeutet — für einen Use-Case, der pro Tag eine Handvoll Bedienungen sieht. Die PWA installiert sich vom Home-Bildschirm wie eine native App, kann Push empfangen, läuft offline-fähig und ist über die Webseite aktualisiert, sobald der Mitarbeiter sie startet.
Sofort updatebarWeb-Push statt SMS oder Mail
SMS-Gateways kosten pro Nachricht, Mails verschwinden in der App im Postfach. Web-Push trifft den Bildschirm sofort, sobald die Anfrage in der Datenbank landet — und kostet nichts. Erfordert einmal das Erlauben der Benachrichtigungen durch den Mitarbeiter, danach ist es das schnellste Signal, das wir im Browser bekommen.
~1.5 s LatenzSEPA-QR statt Zahlungsanbieter
Stripe, PayPal & Co. wären 2 % der Mieteinnahmen wert gewesen — ohne dass der Verleih sie braucht. Stattdessen rendert die App in den Leihvertrag einen normierten SEPA-Überweisungs-QR-Code mit Empfänger, Betrag und Verwendungszweck. Banking-App-Scan, Bestätigung, Geld trifft das Konto — keine Gebühren, kein zusätzlicher Account, kein Compliance-Overhead.
0 € TransaktionskostenEdge Proxy statt Browser-Secret
Das Formular auf radelster.de könnte direkt mit der App-API sprechen — dann läge der API-Schlüssel im Browser-JavaScript für jeden Crawler offen. Stattdessen geht der Submit erst an eine Vercel Edge Function auf radelster.de, die das Secret server-seitig anhängt und an verleih.radelster.de weiterreicht. Frontend bleibt geheimnisfrei, die App-DB bleibt geschützt.
Secret auf ServerVom Whiteboard zur Live-App.
Begonnen 2025, in vier Phasen gebaut — jede Phase endete mit etwas Funktionierendem statt monatelanger Spec-Phase. Die letzte Phase im Mai 2026 verdrahtete die App mit der neuen Marketing-Site auf Vercel.
Datenmodell & Domain-Sprache
Bikes, Größen, Tagespreise, Wochenend-Tarife, Anfragen, Mieter — die Begriffe der Branche eins zu eins in die Datenbank gebracht. Neon Postgres mit Drizzle, ein Schema, das spätere Erweiterungen (Zubehör, Mehrfach-Buchungen) ohne Bruch verträgt.
Admin-PWA & Push-Pipeline
Inventar pflegen, Anfragen lesen, freigeben oder ablehnen — auf dem Handy. Push-Notifications über Web-Push, Service-Worker für Offline-Empfang, Add-to-Home-Screen für den nativen Feel. Magic-Link-Login plus Passkey, weil iOS Cookies nach sieben Tagen droppt.
PDF, SEPA-QR und Mail-Versand
pdf-lib für den Leihvertrag, qrcode für den SEPA-Überweisungs-QR, Resend für den Mailversand. Eine Freigabe rendert beide PDFs, baut die Mail mit Anhang und schickt sie raus — alles in einer einzigen Server-Action, in unter drei Sekunden.
Anbindung an radelster.de
Die neue Static-Marketing-Site auf Vercel bekam einen Edge-Function-Proxy, der das API-Secret server-seitig an die App-Domain weiterreicht. Inventar-Sync von Datenbank zur Marketing-Site, damit der Kunde im Wizard immer den aktuellen Bestand sieht. Live-Schaltung der Submit-Pipeline.
Was die App im Hintergrund leistet.
Da die Admin-App nicht öffentlich indexiert ist, ist klassisches SEO hier nebensächlich. Was zählt: dass eine Anfrage im Laden sofort ankommt, der Leihvertrag schnell beim Kunden ist und die Pipeline still durchläuft. Hier die Zahlen aus dem Live-Betrieb seit Mai 2026.
Eine Anfrage. Ein Tap. Ein PDF. Bezahlt.